



Nachdem wir bis zum Cape Reinga groesstenteils die Westkueste entlang des Tasmanischen Ozeans hochgefahren waren, gings nun die Ostkueste am Suedpazifik wieder runter. In Whangaroa sind wir, obwohl es ziemlich windig war auf den St. Paul`s Rock gekraxelt. Das letzte Stueck musste man sich an einer Stahlkette hochziehen. Oben hatte man Sicht auf eine tolle Kuestenlandschaft mit vielen kleinen Inseln.
Die Namen der Staedte und Berge klingen uebrigens deshalb so merkwuerdig wil sie in Maori sind. Der ganze Norden ist Maori land. Hier landeten die ersten Polynesier. Sie fanden ein extrem fruchtbares Land vor und besiedelten schnell den ganzen Norden Nz`s und die Inseln darum. Neuseeland war uebrigends bis dahin die letzte von Menschen unbesiedelte groessere Landmasse. Die ersten Europaeer kamen erst vor ca 150 Jahren nach NZ. Mitlerweile sind auch die Weissen Neuseelaender stolz auf die Maorikultur und viele Woerter der Maori sprache haben Eingang in die Alltagssprache gefunden. In der Bibliothek in der ich im Moment sitze sind alle Hinweisschilder sowohl in Englisch als auch in Maori. Trotdem sind viele der Maori unzufrieden. Vor 2 Wochen wurde eine groessere Gruppe Maori wegen Waffenbesitzes verhaftet, die unter dem Verdacht steht militarische Trainingscamps betrieben zu haben. Im Vorfeld gab es massive Drohungen gegen die Premier Ministerin des Landes und viele vermuten, dass diese Gruppe, zu der auch ein bekannter Vertreter der Maori Partei gehoert (die unabhaengig vom Wahlergebnis mindesten 7 Sitze im Parlament sicher hat), dahinter steckt.
Auch wenn die weissen Neuseelaender stolz darauf sind die Maori besser intergriert zu haben, als zum Beispiel die Australier (die Kiwis sind immer froh wenn sie irgendwo besser als die Australier sind), wo die Aborigines in Reservate in die Wueste angeschoben werden, so stellt man schnell fest das meisten Maori eher den aermeren Schichten angehoeren. Manche Neuseelaender behaupten, das laege an der etwas anderen Arbeitsmoral der Maoris, so wird der Tag nach dem Zahltag auch als Maori Day bezeichnet, weil diese da angeblich nicht zur Arbeit erscheinen.
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