Am Morgen wurde Caecilia von einer Hummel gestochen, die hier komischerweise ziemlich aufdringlich und richtig dick sind.
Auf dem Weg ueber den Haast Pass haben wir kurz an den Makaroa Pools Halt gemacht, wo in der Biegung eines tuerkisblauen Flusses riesige Regenbogenforellen schwammen. Wer auf die Idee kaeme, hier zu angeln oder zu schwimmen, wuerde von den Massen von Sandfliegen eines besseren belehrt.
Ausserdem gabs hier einige Wasserfaelle zu sehen, bei denen auch die ganzen Buse Halt gemacht haben. Unternehmen wie z. B. Kiwi Experience haben Busrouten durchs ganze Land, bei denen die Leute an verschiedenenen Punkten ein und aussteigen koennen. Uns errinnert das ganze eher an eine Klassenfahrt und ich glaube nicht, dass man auf diese Weise viel vom Land sieht. Bei den Teilnehmern dieser Reisen, die wir zum Beispiel im Green Funky Voyager Backpacker getroffen haben (ein Grund warum es uns da nicht so gefallen hat) hatte man oft den Eindruck, dass die nur von Party zu Party fahren und wenn sie tagsueber mal nicht ganz so muede sind, es gerade noch schaffen einen Bungeesprung oder eine Jetboatfahrt einzuschieben. Auf die Idee, dass man dafuer nicht nach Neuseeland fliegen muss, sind sie wohl nicht gekommen.
Wir sind jedenfalls froh, dass wir, abseits des Trubels, fahren koennen, wohin wir wollen und zusaetzlich noch deutlich billiger reisen, weil wir uns fast immer die Kosten fuer ein Zimmer in einem Backpacker sparen und zumeist sehr idyllisch im Van uebernachten.
Angekommen an der Westkueste haben wir einen Abstecher zur Jackson Bay gemacht, wo es ausser Schwaermen von Sandfliegen nichts zu sehen gab. An Tagen wie diesen ist es gar nicht so einfach, einen Platz sum Essen zu finden, da einem oft der Wind oder die Sandfliegen einen Strich durch die Rechnung machen.
Auf dem Weg Richtung Norden haben wir kurz am Knights Point, einem Felsen in Wasser Halt gemacht, von dem ich im Moment auch nicht weiss, wie er aussieht, vielleicht kommt die Errinnerung ja wieder, wenn wir mal wieder die Moeglichkeit haben, die entsprechenden Bilder zu den Texten hochzuladen.
In warmer Abendsonne sind wir dann zum Fox Gletscher gelaufen, dem kleineren der zwei Gletscher, die an der Westkueste liegen und die deswegen besonders sind, weil sie sehr niedrig und nur einige hundert Meter vom Meer entfernt liegen. Obwohl sie eigentlich in einer eher warmen Gegend liegen, sind diese Gletscher tatsaechlich bis 1985 gewachsen und auch jetzt schmelzen sie nicht, sondern behalten ihre Groesse bei. Wahrscheinlich liegt dies an dem Regen, der hier an der Westkueste laut Statistik massenweise fallen soll.
Apropos Regen, gerade am Parkplatz angekommen, hat es ganz fuerchterlich angefangen zu regnen. Trotz des Regens konnte man hoeren, wie im Wohnmobil nebenan ganz fuerchterlich gestritten und gebruellt wurde und zwar so laut, dass wir schliesslich ausgestiegen sind und Caecilia an die Scheibe geklopft hat, weil wir nachsehen wollten, ob alles in Ordnung ist. Eine der Toechter kam dann ganz aufgeloest raus und hat sich entschuldigt und sich von Caecilia troesten lassen. Spaeter hat sich das ganze wieder beruhigt. Vielleicht keine so gute Idee mit einer nicht funktionierenden Patchworkfamilie mit 5 Kindern in einem nicht gerade grossen Wohnmobil Urlaub zu machen :-(!
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