Gegen Mittag sind wir in Motueka angekommen, wo wir uns ueber den Abel Tasman Track informieren wollten und diesen, wenn moeglich, auch fuer den naechsten Tag buchen. Leider stellte sich heraus, dass einer der schoensten Campingplaetze fuer die naechsten Tage schon ausgebaucht war (ab morgen begann das Wochenende) und so wollten wir schoen einen der groesseren, nicht so schoenen Plaetze buchen, als uns der Mann an der Info vorschlug, doch einfach heute schon loszulaufen, der erste Tag sei nicht so lang. Gesagt getan, schnell noch Vorraete eingekauft und nichts wie los zum Startpunkt des Tracks. Um Halb 5 sind wir dann schliesslich losgelaufen und gegen 8 an unserem wirklich traumhaften Campinglatz angekommen, an dem wir uns eine Bucht wie in der Suedsee mit goldenem Sand (wegen des Quarzsands wird die Gegend auch Golden Bay genannt) und Palmen mit hoechstens 4 oder 5 anderen Zelten teilen mussten. Auch wenn wir waehrend des ersten Tages viele andere Wanderer oder Leute, die am Anfang des Tracks einen Tagesspaziergang machten, getroffen haben, findet man, wenn man die Zeltplaetze abseits der grossen ansteuert, idyllische ruhige Buchten.
Vor dem Fruehstueck am naechsten Tag (diesesmal hatten wir mit Milchpulver und Kaba, Muffins, Milchreis mit Banane und verschiedenen etwas teuereren und zugegeben etwas besseren Tuetenessen sowie reichlich Brot und Wurst, fuer unsere Verhaeltnisse echt luxurioese Verpflegung dabei) waren wir erst mal in dem total klaren, tuerkisfarbenen Wasser schwimmen, das ueberraschenderweise ueberhaupt nicht kalt war(ganz im Gegenteil zu den meisten anderen Buchten in NZ, wie der Lonely Planet treffend schreibt: das Wasser variert zwischen kalt und saukalt). Danach gings dann immer an der Kueste entlang, ein zwei Mal auch uebers Watt, das nur bei Ebbe passierbar ist, in einem, im Gegensatz zu unseren bisherigen Wanderungen, entspannten Tagesmarsch, vorbei an vielen traumhaften Buchten zu unserem naechsten Campingplatz der fast genauso schoen lag, wie der erste. Hier und auch entlang des Weges gingen wir bei traumhaftem Wetter mehrmals baden und auch wenn man entlang des Weges viele Leute (oft welche ohne Gepaeck, die trotzdem richtig fertig aussahen und die eine Schiffstour gebucht hatte, bei der man eben auch einen Teil in der Mitte des Tracks wandern "durfte") traf, war es nicht schwer, eine Bucht zu finden, die man groesstenteils fuer sich alleine hatte.
Am naechsten Tag ging es zuerst am eigentlichen Endpunkt des Tracks vorbei.
Hier trafen wir Amid, den Israeli, der sich beim Keplertrack etwas ueberanstrengt hatte. Er war in der zwischenzeit zumeist die Tracks gelaufen, die wir wegen schlechten Wetters oder anderen Gruenden nicht gemacht hatten, waehrend er die Tracks, die wir gemacht hatten, nicht hatte machen koennen.
Fuer uns gings es dann, bei etwas bewoelktem Wetter, ein paar Stunden weiter, bevor wir dann an unserem Campingplatz ins schon etwas kuehlere Nass springen konnten.
Hier liessen wir am naechtsen Tag das Zelt sowie den grossen Rucksack zurueck und machten uns auf zum Seperation Point, einer grossen Seehundkolonie auf einer kleinen, schmalen Halbinsel. Auf diesem Teil des Tracks trafen wir kaum noch Menschen an, dabei war dies fast der schoenste. Am Seperation Point angekommen, den wir fuer uns alleine hatten, kletterte ich (Hansjoerg) ueber die Felen zum Wasser, sprang hinein und liess mich langsam in die Naehe eines sogenannten nursery pools treiben, dort war das Wasser durch mehrere davor aus dem Wasser ragende Felsen geschuetzt und dort lernen die jungen Seehunde das Schwimmen. Es dauerte nicht lange und so wagten sich die ersten Zwei hervor und schwammen immer naeher an mich heran. Teilweise kamen sie so dicht an mich heran, dass ich sie mit der Hand haette beruehren koennen. Man konnte sehen, dass sie mindestens genau so neugierig waren wie ich.
Auf dem Rueckweg zum Campingplatz sahen wir beim Vespern einen Rochen im seichten Wasser schwimmen, dessen Spannweite mindestens 2 Meter betragen duerfte.
Am naechtsten Tag gings dann wieder zurueck zum eigentlichen Endpunkt des Tracks wo wir mit dem Wassertaxi den ganzen Track an allen Buchten entlang zurueckfuhren. Unterwegs sahen wir noch den Split Apple, einen kuglerunden mehrere Meter hohen Findling, der auf den Felsen am Ufer liegt und der seinen Namen einem glatten Durchbruch durch die Mitte des "Apfels" verdankt.
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